Magsein

Aber nicht egal

Schlafen wie in 1001 Nacht

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Die wahren Perlen findet man im Ver­bor­ge­nen. Eine davon haben wir auf der Ral­lye Allgäu-Orient 2011 gefun­den, in Avanos in Kappadokien…

Das Städtchen, in der Nähe von Göreme und den bizarren Tuft­stein­land­schaften gele­gen, wirkt eher unschein­bar, doch die geheimnisvolle Tür (Foto) zum Sofa Hotel zog uns magisch an. Und was sich dahin­ter ver­birgt, ist so unwirk­lich zauber­haft — wie nicht von dieser Welt.Hotelbesitzer Muhar­rem Gürdal, im früheren Leben Lehrer und im Ort respek­tvoll hoca (Lehrer, Meis­ter) genannt, ist Kün­stler und lei­den­schaftlicher Samm­ler: Vor allem alte Türen und Schlösser haben es ihm angetan..

Irgend­wann begann er, im alten Teil von Avanos ein Häuschen nach seinen Vorstel­lun­gen umzubauen: sein Flair zu erhal­ten und es mit seinen Schätzen (Steine, antike Stühle, Möbel, Tep­piche, Stat­uen und end­los Vieles mehr) auszuschmücken.

Im Laufe der Jahre kaufte direkt benach­barte Häuschen dazu, ver­band sie mit gemauerten, ver­winkel­ten Gän­gen und Trep­pen und gestal­tete die Räume so kun­stvoll, dass keiner dem anderen gleicht.

Das Hotel ist ein Labyrinth, ein von der Außen­welt durch Mauern geschützter Traum aus 1001 Nacht. Auf der Suche nach seinem Zim­mer kann sich der Gast ver­lieren und ent­deckt immer wieder neue Ter­rassen mit Blick auf den “Roten Fluss”, mit Gemälden voll behängte Wände und orientalisch-kuschlige Ecken.

Das Hotel Sofa ist so einzi­gar­tig wie sein Schöpfer, und nur eine Nacht dort zu ver­brin­gen war fast ein Frevel. Am näch­sten Mor­gen sind wir alle schw­eren Herzens weit­erge­zo­gen. Doch irgend­wann kehren wir zurück, um diesen ori­en­tal­is­chen Traum noch ein­mal erleben zu dürfen.

 

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