Da stand er im Schaufenster, riesig und runter gesetzt. Keine halbe Stunde später war er mein. Jetzt hab ich TV-technisch einen Sprung von gefühlten zehn auf zehn Zentimetern auf 27 Zoll gemacht. Der Bildschirm füllt das halbe Wohnzimmer aus, und doch ist er so fein, so filigran, so unheimlich flach. Die Farben sind prächtig, ebenso meine Stimmung. Und dann, am selben Abend, Deutschland — England, die vermeintlich ideale Flatscreen-Premiere. Schwamm drüber. Im Hintergrund rumpelt der Kühlschrank. Schnell in die Gebrauchsanleitung meines neuen Babys geschaut: Wie viel Watt sind noch mal öko-vertretbar? Und wie war das mit dem Stand-by-Modus? Aber ein neues Gerät ist doch in jedem Fall energiesparender als ein altes! Bin ich mir ziemlich sicher. Ist doch eigentlich auch logisch, muss ich gar nicht erst nachschlagen. Ist eh so dick, die Anleitung. Zudem habe ich TV, Digi-Box und Co. nun an einer Steckerleiste hängen mit rotem Ausschaltknopf. Das mach ich jetzt jeden Abend, das Knöpfchen drücken. Bestimmt. Morgen tau ich das Gefrierfach ab. Das soll ja auch was bringen. Hab ich gehört. Und ab sofort spar ich auf einen neuen Kühlschrank. Ehrlich.