Magsein

Aber nicht egal

KarmaKonsum und das Goldgelbe Löwenäffchen

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Während bei der Kar­maKon­sum Kon­ferenz in der Frank­furter Börse vor lauter Vorträ­gen und Stu­dien die Lohas-Köpfe rauchen, rauchen wir vor dem Gebäude eine. Da steht auch er, der Info­s­tand, vielmehr – und kor­rek­ter­weise – das Goril­lam­o­bil der Naturschutz-Botschafter des Frank­furter Zoo und der Naturschut­zor­gan­i­sa­tion Zool­o­gis­che Gesellschaft Frank­furt (ZGF). Wir kom­men ins Gespräch mit Peter Schecher, der an diesem Tag gemein­sam mit Herta Meier für die vom Ausster­ben bedro­hten Goril­las aus­ge­musterte Handys sam­melt. Pro Gerät gehen drei Euro auf das Habenkonto der Tiere. Doch „die von der Börse haben nicht so viel Inter­esse“ mut­maßt Peter Schecher, der bere­its seit elf Uhr Pas­san­ten char­mant und zurück­hal­tend über die Arbeit der Naturschutz-Botschafter aufk­lärt.  Seit dreiein­halb Jahren ist er Teil des Teams, das aus 54 Ehre­namtlichen besteht. Mit dem Info­mo­bil sind sie schw­er­punk­t­mäßig im Frank­furter Zoo im Ein­satz, wer­den aber auch zu Schul­pro­jek­t­ta­gen oder von Fir­men ein­ge­laden und sind in der Stadt unter­wegs. Naturschutz-Botschafter  wird man nicht ein­fach so: Nach Vorge­sprächen absolvierten die Ehre­namtlichen ein aus­führliches Sem­i­nar über Umweltschutz und Arten­vielfalt, sodass sie Inter­essierten fachkundig Auskunft geben kön­nen. So weiß Peter Schecher, dass es dem Goldgel­ben Löwenäf­fchen wieder besser geht. Nur noch wenige Exem­plare tum­melten sich in Brasilien, weil ihr zu Hause, der atlantis­che Küsten­re­gen­wald, großflächi­gen Euka­lyp­tus­plan­ta­gen weichen musste. „Jetzt sind sie fast wieder alleine überlebens­fähig,“ und das auch Dank des Ein­satzes von Peter Schecher und Kol­le­gen. Im „Jahr des Goril­las 2009“ gilt es nun, mit dem Goril­lam­o­bil auf die drama­tis­che Sit­u­a­tion der Tiere aufmerk­sam zu machen. Der Erlös der Handy-Sammelaktion geht zu hun­dert Prozent an das Gorilla-Schutzprojekt der ZGF. Peter Schecher hat sich zudem ein sportliches Ziel gesetzt: Den Köl­ner Zoo, der eben­falls Handys für die gute Sache sam­melt, zu top­pen. Aktuell führen die Köl­ner mit 600 zu 300. Doch er setzt alles daran, das Spiel noch zu drehen. Soviel prak­tis­che Nach­haltigkeit­sar­beit  finden wir gut, und es hat etwas Befreien­des für unsere the­o­riev­ernebel­ten Köpfe. Wieder auf­nah­me­fähig kehren wir zurück zu den Lohas-Vorträgen,  in die Welt der nach­halti­gen The­o­rie, nicht ohne Peter Schecher unsere volle Unter­stützung zu versichern.

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